PV-Überschussladen: mit Solarstrom laden
Wer eine Photovoltaik-Anlage hat, lädt sein E-Auto am günstigsten mit dem eigenen Solar-Überschuss: Statt Strom für wenige Cent einzuspeisen, „tankst" du ihn quasi zum Selbstkostenpreis ins Auto. So funktioniert das Überschussladen — und so viel sparst du.
Beim PV-Überschussladen bekommt das Auto Vorrang vor der Netzeinspeisung: Produziert die Solaranlage mehr Strom, als Haushalt und Speicher gerade brauchen, leitet die Wallbox diesen Überschuss ins Fahrzeug. Sinkt die Sonneneinstrahlung, drosselt sie automatisch oder mischt Netzstrom bei. Dafür braucht die Wallbox eine dynamische Steuerung und die Anbindung an einen Energiezähler oder Wechselrichter.
Der wirtschaftliche Reiz ist groß: Eingespeister Solarstrom bringt nur wenige Cent Einspeisevergütung, während Netzstrom rund 32 ct/kWh kostet. Selbst genutzter PV-Strom „kostet" kalkulatorisch rund 10 ct — jede selbst geladene Kilowattstunde spart also die Differenz. Über den PV-Anteil im Ladekosten-Rechner siehst du den Effekt direkt.
Bei der Modellwahl gibt es zwei Wege. Wer bereits einen bestimmten Wechselrichter im Haus hat, fährt mit der Wallbox desselben Herstellers am rundesten: SMA eCharger, Huawei Smart Charger, SolarEdge EV Charger, Fronius Wattpilot, Kostal Enector oder die E3/DC-Wallbox am Hauskraftwerk. Erzeugung und Ladevorgang laufen dann in einer Steuerung zusammen.
Der zweite Weg ist die herstellerunabhängige Lösung. Der zappi misst mit eigenen Stromwandlern am Hausanschluss und lädt im ECO+-Modus strikt nur mit Überschuss — das passt zu gemischten oder älteren Anlagen. Auch der go-e Charger und die Wallbox Pulsar (mit Zubehör) beherrschen Überschussladen.
Wer tiefer in Photovoltaik und Balkonkraftwerke einsteigen will, findet bei unserem Schwester-Portal balkonklar.de passende Vergleiche. Und für die Kilowattstunden, die trotz PV aus dem Netz kommen, lohnt der Blick auf den Ladekarten-Vergleich fürs Laden unterwegs.
Ersparnis mit PV berechnen
Häufige Fragen
Was ist PV-Überschussladen?
Beim Überschussladen lädt die Wallbox das E-Auto gezielt mit dem Solarstrom, der gerade nicht im Haushalt verbraucht wird und sonst ins Netz eingespeist würde. Statt für wenige Cent Einspeisevergütung abzugeben, „tankst" du diesen Strom quasi zum Selbstkostenpreis ins Auto.
Welche Wallbox kann Überschussladen?
Eine Wallbox mit dynamischer Steuerung und Anbindung an einen Energiezähler bzw. Wechselrichter — z. B. go-e Charger (mit Zubehör), Wallbox Pulsar (Power Boost/Eco-Smart) oder Modelle mit PV-Schnittstelle. Details im Wallbox-Vergleich.
Wie viel spare ich mit Überschussladen?
Kalkulatorisch kostet PV-Überschuss rund 10 ct/kWh statt 32 ct Netzstrom. Wer einen großen Teil des Ladestroms aus der PV-Anlage zieht, halbiert die Ladekosten oder mehr — der Rechner zeigt den Effekt über den PV-Anteil.
Richtwerte, geprüft: 08/2026, ohne Gewähr. Der PV-Anteil hängt von Anlagengröße, Verbrauch und Ladezeit ab.
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