Bidirektionale Wallbox: E-Auto als Stromspeicher

Eine bidirektionale Wallbox lässt Strom in beide Richtungen fließen — das E-Auto wird zum Stromspeicher fürs Haus (V2H) oder speist ins Netz zurück (V2G). Seit 2026 gibt es dafür einen rechtlichen Rahmen. Was heute schon geht, welche Modelle es gibt und für wen es sich lohnt.

Christoph Ballmer Erstellt und geprüft von Christoph Ballmer

V2H und V2G: der Unterschied

Bei Vehicle-to-Home (V2H) versorgt die Fahrzeugbatterie das eigene Hausnetz — etwa abends mit tagsüber geladenem Solarstrom. Vehicle-to-Grid (V2G) geht weiter und speist Strom ins öffentliche Netz zurück, was in Kombination mit dynamischen Tarifen sogar Erträge bringen kann. In beiden Fällen wird das E-Auto zum großen, mobilen Stromspeicher.

Rechtslage seit 2026

Lange bremste die Regulierung. Mit der Ende 2025 beschlossenen EnWG-Novelle werden E-Autos seit dem 1. Januar 2026 rechtlich als Stromspeicher behandelt: Wer nach einer Rückspeisung die Batterie wieder auflädt, zahlt die Netzentgelte nur einmal. Das ist der Durchbruch, der V2G in Deutschland praktisch nutzbar macht.

Verfügbare Modelle & Voraussetzungen

Technisch braucht es eine bidirektionale Wallbox und ein Fahrzeug mit passendem Onboard-Lader nach dem Standard ISO 15118-20. Verfügbar ist u. a. die BMW Wallbox Professional (mit dem iX3 der Neuen Klasse); V2H-fähig sind zudem VW ID.3/4/5/7 und ID.Buzz (77-kWh-Akku, Software 3.5) sowie baugleiche Modelle von Škoda und Cupra. Der Hersteller Wallbox bietet mit der Quasar-Reihe ein weiteres System. Die Boxen kosten aktuell rund 2.000–3.000 €.

Lohnt sich das heute schon?

Für Technik-Vorreiter mit passendem Auto und PV-Anlage ist V2H bereits attraktiv — als Heimspeicher, der teuren Abendstrom ersetzt. Für die meisten ist es 2026 aber noch früh: Modellauswahl und Fahrzeugkompatibilität sind begrenzt, die Boxen teuer. Wer neu kauft, sollte auf ISO-15118-20- Fähigkeit achten, um vorbereitet zu sein. Klassische Modelle stehen im Wallbox-Vergleich, die Ladekosten rechnest du unter Ladekosten aus.

Häufige Fragen zur bidirektionalen Wallbox

Was ist bidirektionales Laden?

Bidirektionales Laden bedeutet, dass Strom nicht nur ins Auto, sondern auch wieder heraus fließen kann. Bei Vehicle-to-Home (V2H) versorgt die Autobatterie das eigene Haus, bei Vehicle-to-Grid (V2G) wird Strom ins öffentliche Netz zurückgespeist — das E-Auto wird so zum Stromspeicher.

Ist bidirektionales Laden 2026 schon erlaubt?

Ja. Seit dem 1. Januar 2026 gibt es einen rechtlichen Rahmen: Mit der EnWG-Novelle werden E-Autos als Stromspeicher behandelt, und beim Wiederaufladen nach einer Rückspeisung fallen die Netzentgelte nur einmal an. Damit ist V2G in Deutschland praktisch nutzbar geworden.

Welche Wallbox und welche Autos können bidirektional laden?

Nötig sind eine bidirektionale Wallbox und ein Fahrzeug mit passendem Onboard-Lader nach ISO 15118-20. Verfügbar ist u. a. die BMW Wallbox Professional (mit BMW iX3 der Neuen Klasse); V2H-fähig sind zudem VW ID.3/4/5/7 und ID.Buzz (77-kWh-Akku, Software 3.5) sowie baugleiche Modelle von Škoda und Cupra. Wallbox bietet mit der Quasar-Reihe ein weiteres System.

Lohnt sich eine bidirektionale Wallbox schon?

Für Technik-Vorreiter mit passendem Auto und PV-Anlage ja — vor allem als Heimspeicher (V2H) und perspektivisch zum Geldverdienen über V2G-Tarife. Für die meisten ist es 2026 noch früh: Modelle und Fahrzeugkompatibilität sind begrenzt und die Boxen teuer (rund 2.000–3.000 €).

Allgemeine Information, keine Kauf- oder Rechtsberatung. Technik und Rechtslage entwickeln sich schnell; Angaben geprüft: 07/2026, ohne Gewähr.

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