22-kW-Wallbox: Kosten & wann sie sich lohnt

Eine 22-kW-Wallbox lädt doppelt so schnell wie eine 11-kW-Box — ist aber ab 12 kW genehmigungspflichtig und in der Installation teurer. Für zuhause lohnt sie sich nur in besonderen Fällen. Wir zeigen, wann sich der Aufpreis rechnet und wann 11 kW die klügere Wahl sind.

Christoph Ballmer Erstellt und geprüft von Christoph Ballmer
Gerätepreis
400–1.600 €
Mehrkosten Installation
+ ca. 400–500 €
Netzbetreiber
genehmigungspflichtig
Ladezeit (60-kWh-Akku)
ca. 2,5–3 Stunden

Mit 22 kW lädt eine Wallbox dreiphasig doppelt so schnell wie mit 11 kW — theoretisch. In der Praxis begrenzt der fahrzeugseitige AC-Lader (Onboard-Charger) die Geschwindigkeit: Viele E-Autos laden AC-seitig ohnehin nur mit 11 kW. Bevor man in 22 kW investiert, lohnt der Blick ins Datenblatt des eigenen Autos.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Bürokratie und den Kosten: Ab 12 kW ist die Wallbox nicht nur anmelde-, sondern genehmigungspflichtig — der Netzbetreiber muss zustimmen und kann die Leistung drosseln. Zusätzlich braucht die höhere Leistung oft einen stärkeren Leitungsquerschnitt, was die Installation um rund 400–500 € verteuert.

Das Gerät selbst kostet kaum mehr als eine 11-kW-Box (viele Modelle sind identisch und werden nur umkonfiguriert). Der Aufpreis entsteht fast vollständig bei Installation und Genehmigung. Sinnvoll ist 22 kW vor allem bei sehr hoher täglicher Fahrleistung, mehreren Fahrzeugen oder einem Auto mit 22-kW-Onboard-Charger.

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Häufige Fragen

Lohnt sich eine 22-kW-Wallbox für zuhause?

Meist nicht. Die meisten E-Autos laden AC-seitig nur mit 11 kW, und über Nacht spielt die höhere Geschwindigkeit keine Rolle. 22 kW lohnen sich bei sehr hohem Tagesbedarf, mehreren Autos oder einem Fahrzeug mit 22-kW-Onboard-Charger.

Ist eine 22-kW-Wallbox genehmigungspflichtig?

Ja. Ab 12 kW Anschlussleistung muss der Netzbetreiber die Wallbox genehmigen, nicht nur anmelden. Er kann die Genehmigung an Auflagen knüpfen oder die Leistung steuerbar machen (§ 14a EnWG).

Wie viel teurer ist 22 kW gegenüber 11 kW?

Das Gerät kostet kaum mehr, aber Installation und Genehmigung schlagen mit rund 400–500 € Mehrkosten zu Buche — vor allem durch den stärkeren Leitungsquerschnitt und den Genehmigungsaufwand.

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